Der Mann betäubt die Katze und greift zum Tätowiergerät. Wie sie hinterher aussieht, hat mich vor Wut aufschreien lassen.

Tätowierungen sind eine sehr persönliche Entscheidung, die man vor niemandem rechtfertigen muss - wenn man ein Mensch ist und sich die permanenten Bilder freiwillig unter die Haut stechen lässt.

Ein Tattookünstler namens Aleksandr aus Jekaterinburg in Russland muss jetzt allerdings herbe Kritik einstecken, nachdem er mit seiner Nadel keinen Kunden behandelt hat, sondern seine Katze.

Aleksandr hatte "Demon", seinen nahezu haarlosen Sphynx-Kater, mit Schmerzmitteln betäubt und dem wehrlosen Tier dann eine ganze Reihe großflächiger Bilder unter die Haut gestochen.

Als Motive hat Aleksandr Bilder gewählt, die in Russland als so genannte "Gangster-Tattoos" gelten: ein Gefängnisturm, ein Frauenportrait und eine Zigarette.

Aleksandr teilte Fotos der Tätowierungen auf Facebook, und muss sich jetzt der Wut vieler Leser stellen. Die Tierschützerin Yelizaveta Skorynina macht ihm für seine Tat schwere Vorwürfe.

Die Haut von Sphynx-Katzen ist sehr empfindlich, so Yelizaveta. Das Betäubungsmittel war ebenfalls ein großes Risiko bei einem so kleinen Tier. Sie verurteilt die ganze Tat als grausam und unnötig.

Aleksandr hat inzwischen selbst Zweifel an seinem Tun.

"Natürlich tut Demon mir leid, es ist nicht so, als hätte er es gewollt. Er hat eine andere Haut als Menschen, Tattoos müssen anders aufgetragen werden. Ich hoffe, es ist nicht zu schlimm für ihn, es ist nicht sein erstes Tattoo. Normalerweise fühlt er sich danach gut und erholt sich schnell von der Betäubung."

Es scheint leider so, dass Aleksandr sich überhaupt nicht bewusst ist, welches Leid er seinem Tier da zufügt. Armer Kater.

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