Babyeichhörnchen wird von Menschen adoptiert.

Im Tierreich geschieht es nicht selten, dass Mütter ihre Kinder verstoßen. Die Gründe dafür sind vielfältig und für uns Menschen oftmals unverständlich. Meist glauben die Mütter jedoch, dass ihr Baby nicht überlebensfähig sei. Auch einem kleinen Eichhörnchenbaby aus Dänemark widerfuhr dieses Schicksal. Nachdem es aus dem Nest seiner Mutter geschubst worden war, war es allein und in der freien Natur dem Tod geweiht.

Doch dann trat plötzlich ein riesiger Mensch auf das kleine Wesen zu und griff nach ihm. Dieser Mensch war Decan Andersen. Er lebte in dem Haus, in dessen Garten die Eichhörnchenmutter ihren Kobel hatte. Als ihm klar wurde, dass die Mutter das Kleine verstoßen hatte, nahm er das Baby mit sich ins Haus.

Dort sah seine Katze Coco das winzige Tierchen. Doch bevor Decan auch nur wusste, wie ihm geschah, begann die Katze das Eichhörnchen abzulecken. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Dennoch stand vor Decan und seiner Familie eine große Herausforderung. Sie nannten das kleine Eichhörnchen Tintin und brachten ihn zunächst zum Tierarzt. Der Kleine hatte den Fall aus dem Nest nicht unverletzt überstanden. Er brauchte rund um die Uhr Aufmerksamkeit. Zudem mussten sie ihn auch nachts regelmäßig füttern, damit er groß und stark werden konnte.

Bald wurde klar, dass Tintin bereits so lange in menschlicher Obhut gelebt hatte, dass er nicht wieder in die „freie Wildbahn“ entlassen werden konnte. Allerdings ist es verboten, rote Eichhörnchen als Haustiere zu halten, da es sich bei ihnen um eine gefährdete Tierart handelt. Da bei Tintin jedoch besondere Umstände herrschten, konnte Decan eine Sondererlaubnis einholen.

Damit er sicher ist, wird Tintin an einer Leine draußen spazieren geführt. Er liebt es, herumzutollen, doch genauso gerne schläft er in Decans Jackentasche. Das kleine Eichhörnchen könnte in seiner neuen Familie nicht glücklicher sein.

Ein Glück hat Decan ihn damals im Gras entdeckt und mit ins Haus genommen. Für die Familie Andersen ist er inzwischen ein unersetzliches Familienmitglied geworden.

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