"Verbrauchte" Laboraffen werden auf diesem Ödland ausgesetzt.

Ponso ist ein 40 Jahre alter Schimpanse, der den Großteil seines Lebens nur Leid kannte. Als Jungtier wurde er von einem medizinschen Labor aus der Wildnis entführt und musste unter menschlichen Händen die schlimmsten Qualen, die man sich vorstellen kann, erleiden.

Facebook / Estelle Raballand

In der Zeit von 1970-80 führte das amerikanische Institut NYBC (New York Blood Center) ausführliche Versuche an mehreren hundert Schimpansen durch. Ponso war einer dieser Affen und musste als Opfer der Tests unsagbares körperliches und seelisches Leid ertragen. Als man die gequälten Tiere nicht mehr brauchte, hat man sie einfach entsorgt: Auf mehreren verlassenen Inseln an der afrikanischen Elfenbeinküste.

Facebook / Estelle Raballand

Auf dem unwirtlichen Ödland gibt es weder Futter noch Süßwasser, doch in genau diesem Wissen lud man die Tiere ab. Zwar kümmerte sich das Forschungslabor eine Zeit lang mit dürftigen Almosen um die Tiere, doch irgendwann wurde die Versorgung einfach eingestellt. Dass sie an Hunger, Durst und Krankheit sterben würden, nahm man herzlos in Kauf.

Facebook / SOS PONSO

Mit Ponso brachte man noch 19 andere Affen auf die Insel, doch innerhalb nur eines Jahres verstarben bereits 11. Zuletzt überlebte nur Ponso, seine Partnerin und ihre 2 Kinder, die sie auf der Insel bekommen hatten. Doch eines Tages sterben kurz nacheinander auch die, wahrscheinlich an einer Krankheit. Zurück blieb Ponso, völlig verlassen mit gebrochenem Herzen.

Facebook / SOS PONSO

Zu dieser Zeit wurden die vergessenen Affen schon lange von Germain, einem Dorfbewohner aus der Nähe, gefüttert. Regelmäßig bringt er Brot, Bananen und Süßwasser, nachdem das Labor seine Verantwortung ablehnte. Als Germain feststellt, dass Ponsos Familie gestorben ist, bestattet er die Tiere. Ponso hielft ihm, indem er Erde auf sie wirft.

Facebook / New York Blood Center

Vor Kurzem erhielt er Besuch von Estelle Raballand, der Direktorin eines Schimpansen-Rettungszentrums. Ihre Anwesenheit entlockt dem einsamen Affen etwas, das fast schon wie ein Lächeln aussieht. Sie und Germain setzen jetzt alles daran, dass Ponso umziehen darf.

Facebook / Estelle Raballand

Bisher war es nicht möglich, denn in dem Labor wurde er mit vielen Viren und Krankheiten infiziert, die andere Affen töten würden. Das Labor drückt sich weiter feige vor seiner Verantwortung.

Facebook / SOS PONSO

Innig umarmen sich Ponso und  Estelle, denn es ist nicht nur Nahrung und Wasser die ihn am Leben halten, genauso sehr braucht er endlich wieder Nähe. Schimpansen haben, als nächste Artverwandte des Menschen, sehr starke Emotionen. Wie sehr Ponso bereits ein Leben lang leidet, kann sich niemand vorstellen.

Facebook / Estelle Raballand

Für Ponso wurde mittlerweile eine eigene Spendenkampagne gegründet, die unter Hochdruck daran arbeitet, ihn endlich aus seiner Verbannung zu retten. Doch die eigentliche Tragödie hinter seinem düsteren Schicksal ist das Forschungslabor. Es hat hunderte Affen aus der Wildnis entführt, gefoltert und ausgesetzt, um sich nun vor seiner Verantwortung zu drücken. So viel Feigheit verdient nur Verachtung!

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