Örtliche Polizei sucht in Tierheim nach Hundestaffel.

Pitbulls genießen sowohl in Deutschland als auch in den USA einen schlechten Ruf, weil sie als Kampfhunde eingestuft werden. Wenn man bedenkt, dass die meisten Hunde, auf die dieser Begriff zutrifft, von Menschen gezielt zu aggressivem Verhalten erzogen werden und oftmals nur Schläge kennen, sind die Tiere an dieser Einstufung recht unschuldig. Trotzdem glauben viele Menschen, dass Pitbulls deshalb als Familientiere ungeeignet sind. So enden viele von ihnen im Tierheim. In den USA ist es nicht unüblich, schwer vermittelbare Tiere einzuschläfern. Viele Tierschutzorganisationen versuchen, diese grausame Entwicklung zu unterbinden, und wollen zeigen, wie nützlich Pitbulls für die Gesellschaft sein können. Eine dieser Organisationen ist die „Animal Farm Foundation“, die in Kooperation mit „Austin Pets Alive!“ und „Universal K9“ Pitbulls zu Polizeihunden ausbildet, damit sie für die New Yorker Polizei arbeiten können.

Die Tiere, die in den Heimen oftmals ein einsames Dasein fristen und sich schrecklich langweilen, bekommen hier eine sinnvolle Aufgabe, lernen Neues und haben viel Spaß dabei. Die Polizei profitiert im Gegenzug von gut trainierten Hunden, die für sie nun quasi zu „tierischen Kollegen“ werden.

Wenn die Hunde eine Aufgabe erledigt haben, werden sie in besonderem Maße gelobt. Sie genießen die Aufmerksamkeit, die ihnen nach Jahren der Einsamkeit zugutekommt.

Die neue „K9“, wie die Hundestaffel der Polizei in den USA genannt wird, bekommt einen Polizisten als Partner, mit dem sie gemeinsam auf Streife geht. Dieser Polizist ist für sie verantwortlich, sie passen aufeinander auf und lassen sich nicht im Stich, so wie es in einem Rudel sein sollte.

Die Polizeiausbildung der Pitbulls hilft auch der Bevölkerung, zu begreifen, dass es beim Verhalten eines Hundes auf die richtige Erziehung ankommt. Wenn die Menschen sehen, dass die Tiere im Einsatz zum Schutz der Menschen agieren und der Polizei helfen, für Sicherheit zu sorgen, stehen sie sinnbildlich nicht mehr für Gefahr, sondern für Treue und Schutz.

Neben der Tatsache, dass die Tiere eine Aufgabe bekommen und nicht eingeschläfert werden, haben auch die Polizei und die zuständige Verwaltung finanzielle Vorteile: Normalerweise werden für die Polizeiarbeit Dobermänner und Deutsche Schäferhunde rekrutiert, für die die Züchter sehr viel Geld verlangen.

In ganz Amerika werden jetzt Hunde aus den Tierheimen geholt, damit sie im örtlichen Polizeidienst eine Aufgabe bekommen. Die Polizisten freuen sich auf ihre neuen „Kollegen“ und die Tierschützer über die geretteten Hunde. So sind alle ein wenig glücklicher. 

Kommentare

Auch interessant