Junge will Pokémon Go spielen und findet gefangenes Kätzchen.

Manchmal stellen sich harmlose Spiele als echte Abenteuer heraus. So auch für diesen Jungen im portugiesischen Portalegre. An einem heißen Tag im Hochsommer macht sich Joel Almeida trotz Temperaturen von über 40 Grad im Schatten nach draußen auf, um das Videospiel "Pokémon Go" zu spielen. Er hofft, einige neue digitale Monster zu fangen. Er ahnt noch nicht, was er stattdessen finden wird.

Als er gerade die Straße entlang geht, auf der Suche nach dem besonders beliebten Pokémon "Pikachu", hört er plötzlich ein Geräusch, das er zunächst nicht zuordnen kann. Es klingt wie ein Vogel, doch bei solchen Temperaturen sind sie normalerweise still. Da hört er das Geräusch erneut und merkt, dass es ein Winseln ist. Irgendjemand oder irgendetwas braucht Hilfe. Das Geräusch kommt hinter einer Stromkasten hervor und als Joel nähertritt, bekommt er einen Schrecken.

Imgur/joelalmeidaptg

In einem winzigen Loch steckt ein kleines Kätzchen - sein Kopf steckt hinter dem Stromkasten fest. Es scheint, als würde das arme Tier schon lange dort in der Hitze feststecken. Wie ist es nur dorthin gekommen? Joel weiß sofort: Er wird das süße Ding nicht dort zurücklassen. Sofort ruft er die Feuerwehr. Nach ein paar Stunden gelingt es den Männern schließlich, das völlig entkräftete Kätzchen zu befreien und so vor einem grausamen Hitzetod zu bewahren.

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In den wenigen Stunden, in denen Joel bei dem Kätzchen war, hat er es schon so lieb gewonnen, dass er entschließt, es zu Hause gesund zu pflegen. Zum Glück geht es seinen Eltern ähnlich und so versorgen sie gemeinsam seine Wunden, geben ihm Essen und Trinken und gewinnen nach und nach sein Vertrauen. Und auch, wenn es am Anfang noch sehr struppig und abgerissen aussieht, wollen sie es nicht mehr hergeben.

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Bald bekommt der Kater auch einen Namen: Spock (nach dem spitzohrigen Charakter aus der TV-Serie Star-Trek). Und langsam gewöhnt sich der Streuner an seine neue Umgebung und die Tiere, die bereits hier leben.

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Das Einzige, was Spock anfangs noch Probleme bereitet, ist es, Körperkontakt zuzulassen. Aber nach vier Monaten ändert sich auch das.

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Wenn man ihn heute sieht, ist es kaum zu glauben, dass es der gleiche Kater ist. Aus dem bemitleidenswerten Streuner ist ein wunderschöner, lebensfroher Stubentiger geworden. Vor allem ist er unglaublich gewachsen! Heute genießt Spock eine ordentliche Kuscheleinheit und hat keine Angst mehr vor Menschen.

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Hätte jemand Joel vor dieser Begegnung gesagt, dass ein Videospiel einmal dazu führen würde, dass er ein Leben rettet, hätte er es garantiert nicht geglaubt. Aber so funktionieren das Leben und seine Abenteuer nun einmal: Man weiß nie, was wirklich passiert.

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