Tapfer: Paar kämpft um das Leben von Hund mit Behinderung.

Schon kurz nach der Geburt scheint das Schicksal dieses kleinen Welpen besiegelt. Er ist gerade einmal vier Stunden auf der Welt, als die Tierärzte ihn einschläfern wollen. Denn er hat keine Vorderbeine. Er ist zu schwach, um sich allein zu bewegen. Es scheint, dass für ihn keine Hoffnung besteht.

Seine Hundemama akzeptiert den Kleinen zwar, doch er kann sich nicht gegen seine Geschwister durchsetzen und kommt nicht zum Essen. Seine Ziehmutter Lou Robinson erzählt: „Seine Geschwister haben ihn weggedrückt. Allein wäre er verhungert, deswegen habe ich ihn mit nach Hause genommen.“ Sie hat ihr Herz an ihn verloren und nennt den Kleinen liebevoll „Nubby“.

Lou hat viel Erfahrung darin, Tiere zu retten. In ihrer Heimatstadt Houston im US-amerikanischen Bundesstaat Texas hat sie eine Hilfsorganisation namens „Warriors Educate About Rescue“ („Kämpfer bilden Retter aus“) gegründet, in der freiwillige Helfer interessierten Menschen beibringen, wie man sich richtig um seine (oft aus Heimen geretteten) Haustiere kümmert und sie richtig pflegt. Gleichzeitig bringen die „Warriors“ einmal jährlich einen Kalender heraus, in dem die örtliche Feuerwehr mit den süßen Hunden posiert und mit dem sie Spendengelder akquirieren. Nubby ist offensichtlich in den besten Händen.

Auch Lous Ehemann Mark ist von dem Fellbündel begeistert und nimmt wissbegierig alles auf, was er wissen muss, um diesen winzigen Welpen großzuziehen und ihm ein Zuhause zu geben, in dem es ihm an nichts fehlt. Nubby benötigt zum Beispiel eine ganz besondere Vorrichtung, damit er aus der Flasche trinken kann und die Nahrung nicht in seine Lunge läuft, wo sie Entzündungen und Erstickungsgefahr verursachen würde. Auch der kleine Vierbeiner lernt viel und tut sein Bestes, um alle Hindernisse zu überwinden. Doch lange Zeit bleibt es ungewiss, ob Nubby durchkommen wird.

„Der erste Tag war sehr hart, er war so unglaublich schwach. Aber dann wurden aus einem Tag drei, aus drei Tagen eine Woche und nach zwei Wochen öffnete er seine Augen, konnte normal hören, riechen und bellen“, erinnert sich Lou. Sie und ihr Mann waren über diese positive Entwicklung sehr erleichtert. 

Aber nachdem das Schlimmste überstanden scheint, nimmt Nubbys Gesundheit eine schlimme Wende: Er beginnt zu niesen und nach Luft zu schnappen. Auch seine Verdauung wird sehr unregelmäßig und sein anfangs gesunder Appetit nimmt wieder ab. Lou und Mark können sich das nicht erklären und müssen verzweifelt mitansehen, wie es dem armen Tier immer schlechter geht.

Eine Untersuchung bringt nach einigen Tagen schließlich Klarheit: Er hat eine schwere Lungenentzündung. In seiner Speiseröhre hat sich eine „Tasche“ gebildet, in der sich die Milch verfängt und unkontrolliert in die Lunge läuft. Er bekommt Antibiotika und wird in eine Beatmungskammer gesteckt. Die Ärzte kämpfen unermüdlich um sein Leben. Und Nubby gibt auch jetzt nicht auf. Nach und nach erholt sich der 1,5 kg schwere Hund. 

Jetzt ist er wieder zu Hause und kann langsam wieder genesen. Bis die Ärzte allerdings herausfinden können, ob er langfristige Schäden behalten hat oder ob sie seine Speiseröhre operieren müssen, muss er noch ein bisschen größer werden. Lou und Mark bleibt nichts übrig, als abzuwarten, doch bis dahin kümmern sie sich rührend um ihren kleinen Kämpfer und tun alles, damit er ein glückliches Leben hat. 

Beide lieben es, mit Nubby zu spielen und ihm beim Schlafen zuzuschauen. Ganz besonders lieben sie es, wenn er im Traum Grimassen schneidet. Am liebsten möchte Lou ihn behalten und in ihrer Organisation einsetzen. Durch Nubby können Menschen lernen, wie man sich um ein Tier mit Behinderung kümmert und auch, dass es in Ordnung ist, anders zu sein. Und Nubby zeigt jeden Tag, dass er etwas ganz Besonderes ist, und bereitet seinen „Zieheltern“ jeden Tag aufs Neue große Freude. 

Quelle:

the dodo, Facebook

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