Dieser Mann bringt sich Schritt für Schritt selbst um. Warum er das tut, ist absolut berührend.

Diese bewegende Geschichte handelt von Haustieren und was mit ihnen geschieht, wenn sie in einer Katastrophensituation zurückgelassen werden. Und von einem Mann, der sein Leben aufs Spiel setzt, um sie zu retten.

Bekannt als der „letzte Mann in Fukushima“ ist Naoto Matsumura die einzige Person, die noch in dem als „Todeszone“ bekannten Streifen Land rund um den Atommeiler von Fukushima lebt. Doch der Grund, warum er sich der täglichen Strahlung des verunglückten Kernkraftwerks aussetzt, ist herzzerreißend.

Facebook/Naoto Matsumura

Als die Katastrophe von Fukushima über das umliegende Land hereinbrach, kehrte Matsumura zurück, um nach den Tieren auf seiner Farm zu suchen. Doch auf dem Weg dorthin sah er im Umland Schreckliches: Hunde, Katzen, Enten, Schweine, Kühe, ein Pony und sogar Straußen.

Facebook/Naoto Matsumura

Sie alle wanderten in den leeren Straßen einer Geisterstadt umher, weil ihre Besitzer sie während der Flucht vor der Katastrophe zurückgelassen haben. Matsumura konnte es nicht ertragen, die Tiere hungrig, durstig und verzweifelt in Fukushima zu sehen. Er wusste, dass er sie nicht zurücklassen konnte, aber was sollte er tun? Er war nur ein Bauer. Dann fasste er einen folgenschweren Entschluss: Er würde jeden Tag nach Fukushima zurückkehren um die Katzen und Hunde dort zu füttern! Ungeachtet dessen, dass er damit sich selbst für immer schaden wird.

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„Sie können es kaum erwarten, dass ich komme und so sammeln sie sich um mich herum sobald sie meinen Truck sehen. Egal, wohin ich gehe, jemand bellt immer. Als würden sie sagen ‚wir sind durstig‘ oder ‚wir haben kein Essen.‘ “

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Vier Jahre später füttert Matsumara die Tiere und sich selbst mit Spenden, die er aus aller Welt erhält. Die Menschen nehmen Anteil an seinem Schicksal und dem Schicksal der Hunde und Katzen, die noch teilweise die Halsbänder ihrer geflohenen Besitzer tragen.

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Schon tausende Tiere sind in Fukushima qualvoll gestorben: Matsumura hat angekettete Skelette von Hunden und die verrottenden Leichname von tausenden Hühnern gefunden. „Wir sind alle von unserer Regierung im Stich gelassen worden,“ berichtete Matsumura in einem Interview. „Deswegen bleiben die Tiere und ich hier.“ Er möchte in der Todeszone als Mahnmal für sein Land und für all diejenigen, die sich nicht retten konnten, zurückbleiben.

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Mittlerweile hat Matsumura einen Sohn, Naoki. Da er die Tiere in der Zone nicht aufgeben möchte, besucht er sie trotzdem jeden Tag. Er möchte seinem Sohn ein Vorbild sein. Doch er weiß nicht ob er jemals mit dem kleinen Naoki und seiner Mutter zusammen leben kann. Denn ohne ihn sterben die letzten Bewohner von Fukushima und das kann Matsumura nicht mitansehen.

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Wenn du Bilder von seiner Arbeit in Fukushima sehen möchtest, schau dir diese Diashow an:

 

Ein von Shinjiro Ono (@marutaro) gepostetes Video am

Jeden Tag sieht dieser Mann unsägliches Leid und Tiere, die auf ihre Menschen warten, obwohl diese nie wieder zurückkommen werden. Dass er in dieser hochgefährlichen Situation sich dennoch um die kümmert, die keine Stimme haben, ist mehr als bemerkenswert.

Quelle:

Distractify

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