Halbtoter Hundewelpe findet ein neues Zuhause bei seiner Retterin.

„Libre“ ist Spanisch und bedeutet „frei“. Doch als der Welpe Libre Anfang Juli im Tierheim in Lancaster, Pennsylvania (USA), abgegeben wurde, hatte er in seinem kurzen Leben nur wenig Freiheit genießen dürfen. Sein furchtbarer Zustand sprach Bände darüber, was für ein schreckliches Dasein er hatte fristen müssen. Bis zu seiner Ankunft im Tierheim hatte er nie ohne körperliche und emotionale Schmerzen leben können.

Facebook/Dillsburg Veterinary Center

Das Tierheim leitete diesen fast hoffnungslosen Fall an die freiwilligen Helfer der Tierhilfsorganisation Speranza Animal Rescue weiter. Denen brach es das Herz, zu sehen, in welchem Zustand er war. Sie wussten beim besten Willen nicht, ob er die nächste Nacht überhaupt überleben würde. Er war sehr schwach, und seine Haut roch, als würde sie buchstäblich verwesen. Er konnte nicht einmal auf seinen eigenen Beinchen stehen, und sein ganzer Körper war eine einzige offene Wunde.

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Janine Guido, die Leiterin von Speranza Animal Rescue, war zutiefst angewidert davon, in welch schrecklichem Zustand man Libre bei ihr ablieferte. Das Schlimmste war, dass er von derselben Züchterin abgegeben worden war, die ihn so zugerichtet hatte. Zu allem Überfluss lieferte dieselbe Frau wenig später auch noch dessen Mutter bei den Helfern ab. Auch ihr ging es sehr schlecht. Das Tierheim erstattete keine Anzeige gegen die Züchterin, da „nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass die Person die Tiere vorsätzlich und wissentlich stark vernachlässigt habe“. Aber wie kann das sein? Libre und seine Mutter waren offensichtlich in den Händen eines Tierquälers gewesen.

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Aber alles, was Janine zu diesem Zeitpunkt tun konnte, war, sicherzustellen, dass der kleine Hund alle Hilfe bekam, die er brauchte. Der erste Tierarzt, der Libre untersuchte, riet Janine, ihn aufzugeben. Aber sie weigerte sich. Sie nahm ihn mit in ein Tierheilzentrum, wo man ihr versprach, alles zu tun, damit Libre sich wohl und geliebt fühlen konnte. Nach einigen Tagen hingebungsvoller Pflege konnte er bereits wieder auf eigenen Pfoten stehen.

Obwohl er mehrfach schlimme Rückfälle erlitt, kämpfte er sich durch, und langsam, aber stetig ging es ihm jeden Tag ein bisschen besser. Nach und nach wurden auch seine Augen wieder klar, an deren Hornhaut Geschwüre gewuchert hatten.

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Zur allgemeinen Überraschung gab der kleine Hund den Kampf ums Überleben nicht auf. Je mehr sich die Ärzte in Libres Fall vertieften, umso grässlicher wurde das, was sie fanden. Obwohl er misshandelt und vernachlässigt worden war, nahm er die Liebe und Zuwendung der Helfer dankbar an. Mit der Hilfe einiger großzügiger Spender, wie zum Beispiel dieses Mädchens auf dem unteren Bild, konnte man Libre alles geben, was er zum Genesen brauchte. Der kleine Kerl wurde zum ersten Mal in seinem Leben richtig verwöhnt.

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Janine und Libre sind unzertrennlich geworden. Sie hatte dem Welpen versprochen, dass er für immer bei ihr bleiben könne, wenn er nur wieder gesund werde. Das wird sie nicht zurücknehmen. Mittlerweile ist er wieder fit genug zum Rennen und Spielen!

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Wenn ein so geschundenes Geschöpf sich in nur einem knappen Monat so wunderbar wieder erholen kann, dann ist wirklich alles möglich. Schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich um die Hilflosen kümmern.

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