Die angefahrene Mutter stirbt noch im Straßengraben. Da hebt sich ein kleiner Arm aus ihrem Bauch.

Zusammenstöße mit Kängurus sind auf Australiens Straßen leider an der Tagesordnung. In den wenigsten Fällen überleben die Beuteltiere den Unfall. Als Melanie Fraser, eine Freiwillige der Tierschutzorganisation Wildlife Victoria, nach einem Zusammenprall an den Unfallort gerufen wird, ist es bereits zu spät für das weibliche Känguru. Doch als die Australierin den Beutel des toten Tieres untersucht, entdeckt sie ein Lebenszeichen: 

Ein Känguru-Junges streckt sein Ärmchen aus dem Beutel! "Wäre er noch länger dort geblieben, hätten ihn Ameisen oder die Witterungs-Verhältnisse bald getötet", meint die Tierschützerin. Das noch nackte Junge ist erst wenige Monate alt. Mindestens 6 Monate lang entwickelt sich der Nachwuchs normalerweise im Beutel, bis er überhaupt zum ersten Mal den Kopf heraussteckt. Allein und ohne Mutter ist das gerettete Känguru-Baby also gar nicht lebensfähig und muss dringend aufgepäppelt werden.

Das übernimmt Christine Gilmore, die sich um Känguru-Waisen kümmert. Das Kleine, das sie "Dawson" getauft hat, wird nun von ihr gefüttert und warm gehalten. Gemeinsam mit einem weiteren verwaisten Artgenossen namens Nelson wird Dawson die nächsten 18 Monate bei seiner zweibeinigen Adoptivmutter verbringen, bis er in die Wildnis entlassen werden kann. "Er wird nach und nach immer weniger Interaktion mit seiner Pflegerin haben, bis er in der Lage ist, ohne menschliche Hilfe zu überleben", erzählt seine Retterin. 

Gott sei Dank gibt es ein Happy End für das kleine Beuteltier! Dank der Tierfreunde mit Herz für Kängurus wird Dawson bald in die Freiheit hüpfen. 

Quelle:

The Dodo

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