Hundesitterin misshandelt Boxermischling auf grausame Weise.

Justine Stinnett aus Cobb County im US-Bundesstaat Georgia arbeitet bei einer Tierhilfsorganisation mit und kümmert sich dort um herrenlose Hunde.

Als sie im November letzten Jahres den Boxermischling „Lucky“ zu einer Bekannten bringt, ist sie überzeugt davon, dass der Hund bei dieser Frau namens Ashley in guten Händen sein wird. Lucky ist ein ausgewachsenes, freundliches Tier, das dank der guten Pflege der Tierhilfe gesunde 25 Kilo wiegt.

Justine hat einige gemeinsame Freunde mit Ashley, die als örtliche Tierbetreuerin bekannt ist und sich als Tierrechtsaktivistin darstellt. Sie vertraut daher darauf, dass sie sich gut um den immer noch traumatisierten Lucky kümmern wird.

Zunächst scheint auch alles gut zu gehen. Die Bekannte schickt Justine mehrere Nachrichten, in denen sie berichtet, wie wohl Lucky sich bei ihr fühlt. Sie schreibt sogar, dass sie den Mischling nicht nur betreuen, sondern gerne selbst adoptieren möchte.

Aber einige Wochen später erfährt Justine, dass Lucky einen Tierarzttermin versäumt hat. Sie versucht mehrmals, seine Betreuerin zu kontaktieren, doch ohne Erfolg. Justine fordert Ashley schließlich in einem ermahnenden Ton auf, ihr ein Bild von Lucky zu schicken. Als sie endlich eines bekommt, ist sie schockiert: Ihr Hund ist abgemagert, traurig und in einem Käfig eingesperrt. 

Das ist eine Kriegserklärung. Justine ruft Ashley immer wieder an, schreibt ihr Nachrichten und ruft sogar die Polizei. Doch die Situation wird nicht besser, im Gegenteil: Justine bekommt noch eine Hiobsbotschaft: Ashley sei weggezogen. 

 

Justine kann das nicht glauben. Aus Angst um ihren Hund fühlt sie sich gezwungen zu handeln. Sie macht sich sofort zu Ashleys Haus auf, das ca. 1,5 Stunden von Justines Wohnort entfernt ist. Als sie dort ankommt, ist sie erschüttert: Das Haus ist verlassen und vollkommen heruntergekommen. Die Rolläden sind heruntergezogen und die Türen geschlossen. Auch um das Haus herum gibt es nichts, nicht die Spur einer Menschenseele. Es herrscht eine Totenstille an dem Ort. Justine versucht Ashley auf dem Handy zu erreichen, aber bekommt wie so häufig keine Antwort.

Justine bricht in Tränen aus und weint auf dem gesamten Rückweg. Sie hat keine Ahnung, wo Lucky steckt und was die Frau ihm angetan hat. 

Überraschenderweise erwischt sie Ashley doch noch am Telefon. Justine verliert die Nerven und streitet sich mit ihr. Immerhin bringt sie sie dazu, den Hund herauszugeben. Ashley sagt Justine, dass ihr Freund am nächsten Abend vor dem alten Haus auf sie warten werde. 

Am nächsten Tag nimmt Justine ihren Freund zu dem Haus mit. Sie weiß ja nicht genau, auf wen sie treffen wird. Das Paar wartet lange vor dem Haus, doch es kommt niemand. Dann erhält Justine eine Nachricht aufs Handy: „Der Hund ist in einer Kiste auf der Veranda. Mein Anruf kam nicht durch.“

Justine springt sofort aus dem Auto, um gemeinsam mit ihrem Freund auf die andere Seite des Hauses zu rennen. Ihr Herz schlägt rasend schnell.

Was Justine sieht, führt bei ihr zu einem Zusammenbruch. Sie bricht vor unendlichem, emotionalem Schmerz in Tränen aus und kann nicht aufhören zu weinen. Ihr Herz scheint in tausend Stücke zu zerspringen. Sieh dir ihre emotionale Reaktion im folgenden Video an: 

Vor ihr befindet nicht mehr ihr starker Lucky, sondern einen misshandelter, abgemagerter Hund, der wie ein Geist in der dunklen Nacht aussieht. Es ist ein Hund, der in einen Käfig eingesperrt wurde, hungern musste und verlassen wurde.

Lucky wurde absichtlich dort zurückgelassen, damit er elendig stirbt. Justine plagen Schuldgefühle. Ihr kommen so viele Fragen: Wie konnte diese Frau so etwas tun? Warum hat sie ihn ihr nicht zurückgegeben? Bis heute hat sie keine Antwort auf diese quälenden Fragen gefunden.

Justine bringt den Hund sofort in die Tierklinik. Die Tierärzte sagen ihr, dass er vermutlich schon seit Wochen hungerte. Justine ist extrem wütend und traurig, fühlt sich aber zugleich innerlich leer. 

Doch Justine versucht alles wieder in Ordnung zu bringen. Während Lucky sich erholt, ruft sie eine Spendenaktion ins Leben, um für die Kosten der Hundehaltung aufzukommen. Umgerechnet kommen dabei im Laufe der Zeit stolze 14.300 Euro zusammen.  

Die Ermittlungen gegen Ashley haben begonnen, doch bisher wurde sie noch nicht aufgespürt.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Frau noch gefunden wird und ihre gerechte Strafe erhält, bevor noch einmal ein Tier ihretwegen leiden muss. Wenigstens hatte Lucky – passend zu seinem Namen – Glück und kam noch einmal mit dem Leben davon.

Quelle:

dailymail

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