Mann schreibt adoptiertem Schwein einen rührenden Brief.

Steve Jenkins und sein Partner Derek Walter leiten die „Happily Ever Esther Farm“, eine wunderschöne ländliche Zuflucht im kanadischen Campbellville für Tiere in Not. Unter all den Tieren in ihrer Obhut ist ihnen eines besonders ans Herz gewachsen: die stattliche Sau Esther.

Instagram/estherthewonderpig

Jetzt tut Steve etwas eher Ungewöhnliches: Er setzt sich hin und schreibt einen Brief an sein Schwein.

„Liebe Esther“, schreibt er, „heute vor vier Jahren sahen wir uns zum ersten Mal.“

Steve spricht von dem Tag, an dem er Esther, die später als „Esther, das Wunderschwein“ berühmt werden sollte, traf. Dieses fröhliche Tier hat sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Steve hatte seinerzeit von einem Freund gehört, dass ein junges Zwergschwein, das jemand als Haustier gehalten hatte, ein neues Zuhause brauchte, also überredete er Derek, das kleine Schweinchen Esther im gemeinsamen Heim aufzunehmen.

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„Sehr zur Überraschung deines anderen Vaters brachte ich dich nach Hause“, schreibt Steve. „Obwohl dieser ein paar Tage lang nicht sehr begeistert von meiner Entscheidung war, hatte der Zauber des des 'Esther-Effekts' bereits zu wirken begonnen.“

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Steve und Derek sehen zu, wie die kleine Esther mit ihren Hunden spielt. Schon bald knuddeln beide das Schweinchen, wenn es sich schlafen legt, bezaubert von seinem gutmütigen Lächeln. Inzwischen wird Esther jedoch zum Erstaunen der neuen Besitzer unaufhaltsam immer größer. Wie so viele „Zwergschweine", die als Haustiere verkauft werden, stellt Esther sich als ganz normale, große und kerngesunde Sau heraus.

Oft wird normalen Schweinen zu wenig zu fressen gegeben, damit sie langsamer wachsen und als vermeintliche Zwergschweine verkauft werden können. Jenkins wird klar, dass Esther ein Opfer solch skrupelloser Tierquäler gewesen sein musste.

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„Wir erfuhren, dass du nicht wirklich das Zwergschwein warst, für das wir dich hielten. Du warst dazu gedacht, die ersten drei Jahre deines Lebens in einer Kiste zu leben und dort kleine Schweine zu gebären.“

Wenn sie das schließlich nicht mehr gekonnt hätte, wäre Esther geschlachtet worden.

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„Du wärest jemandes Abendessen geworden. Jemand, der, genau wie wir, nicht wusste, was für ein intelligentes, emotionales und empfindsames Tier du bist. Es tut mir leid, dass wir daran mitgewirkt haben und dass es so lange gedauert gedauert hat, bis wir merkten, dass es auch anders geht. Es tut mir leid, was für schreckliche Dinge Menschen deiner Art antun, in dieser Hölle auf Erden, die wir für euch geschaffen haben. Es tut mir so leid, dass du nie die Chance hattest, deine Mutter kennenzulernen, deinen Vater, oder auch nur einen deiner wundervollen Brüder und Schwestern. Wir würden alles dafür geben, euch wieder zusammenzubringen.“

Aber Steve und Derek tun für Esther, was sie können – und noch viel mehr. Das fröhliche Schwein stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf. Als es groß wird, eröffnen sie eine Zuflucht für Tiere in Not. Sie schreiben sogar ein Buch darüber, was sie von dem Zwergschwein gelernt haben, das alles andere als ein Zwerg war.

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„Wir hoffen, du weißt, wie sehr du geliebt wirst. Deinetwegen sind wir die Menschen geworden, die wir heute sind. Wir werden immer dankbar für den Tag sein, an dem wir dich getroffen haben. Danke, dass du uns ein täglicher Quell der Inspiration und des Lächelns bist. Du machst sogar die schwersten Tage glücklicher.

Ich habe dich so lieb.

Papa.“

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Was für ein Glück hat Esther gehabt, zu diesen liebevollen Menschen zu kommen. Und was für ein Glück für die Menschen, dass sie Esther in ihrem Leben haben.

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