Fund von verletztem Elefanten-Baby erweicht Herzen von Tierschützern.

Tierschützer haben ein dramatisches Video gepostet, das das ganze Internet wach rüttelt. Immer wieder sind afrikanische Elefanten das Opfer von Wilderern, denn der Handel mit Elfenbein ist immer noch lukrativ. Als bei einer Routinekontrolle in Kenia auffällt, dass ein Elefantenkalb in einer Wildererfalle fest steckt, ist klar, dass sie helfen müssen.

Youtube/dswtkenya

Als die Helfer jedoch an das Tier heran wollen, schart sich die ganze Herde um das gefangene Kalb - insgesamt 23 Tiere. Insbesondere die Mutter des Kleinen stellt die Ohren auf und versucht mit Lauten und Drohgebärden die Menschen zu vertreiben.

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Da sie es alleine nicht schaffen, rufen die Helfer beim David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT) hinzu, der ein ganz besonderes Programm ins Leben gerufen habt: Fliegende Ärzte. Bei diesem Programm werden Tierärzte bei Notfällen eingeflogen, um Tieren zu helfen. Und auch jetzt dauert es nicht lange bis ein Arzt im Flieger sitzt, um den Elefanten aus seiner misslichen Lage zu befreien, in diesem Fall die Herde etwas von ihm weg zu treiben. Doch die Mutter lässt weiterhin niemanden an ihr Kalb heran. Also muss eine andere Lösung her. Ein Verantwortlicher erzählt: "Da die Mutter sich so beschützend vor ihr Kalb stellte, entschieden wir uns dafür, die Mutter und das Kind zu betäuben." Also laden sie das Gewehr mit Betäubungspfeilen.

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Nachdem sie den kleinen Elefanten betäubt haben spielt sich eine dramatische Szene ab: Die Mutter denkt an das Schlimmste und versucht panisch, ihr Kind zu wecken. Immer wieder stößt sie es mit dem Rüssel an und versucht ihm aufzuhelfen. Doch es besteht kein Grund zur Sorge. "Das Baby ist in keinerlei Gefahr, sondern nur betäubt. Natürlich versucht sie, ihr Kalb zu schützen, aber es besteht keinerlei Gefahr.", erklären die Helfer.

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Als auch die Mutter betäubt ist, können sie sich den Tieren nähern und das Baby aus der Falle befreien. Da die Herde manchmal verwundete oder gefangene Tiere zurück lässt, drängt die Zeit und der Arzt beeilt sich, um mit einem Seitenschneider den Draht zu durchtrennen und das Tier zu untersuchen. Glücklicherweise ist es unverletzt und braucht keine weitere Behandlung. Bald wachen die beiden auf und schließen sich wieder ihrer Herde an. Diesmal ist alles gut gelaufen, doch allzu oft geht leider auch anders aus.

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Die Helfer erklären noch: "Mittlerweile werden von den Wilderern zwar häufig  AK47 (Maschinengewehre) und Gift benutzt, doch diese Fallen führen zu einem grausamen und schmerzhaften Tod. Sie sind unauffällig und einfacher zu erlangen, als Schusswaffen." Mittlerweile haben die Antiwilderer-Teams schon über 135.000 Fallen beschlagnahmt, doch es bleibt ein harter Kampf. Dafür ist es jedes Mal ein ganz besonderer Moment, wenn sie Tieren in Not helfen können. 

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Unten im Video siehst du noch einmal die komplette Rettungsaktion (auf Englisch). 

Es ist wirklich unfassbar, wie grausam die Wilderer sind. Zum Glück ist es diesmal gut ausgegangen und der kleine Babyelefant konnte mit seiner Mama zurück zur Herde.

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