Der Fotograf sieht den Bären im Zoo und drückt angewidert auf den Auslöser. Das Bild entsetzt Tierschützer weltweit.

In ihrer natürlichen Umgebung leben Eisbären bei Temperaturen unter Null Grad Celsius. Ihr dichtes Fell und eine dicke Fettschicht schützen sie dabei optimal vor der Kälte, sodass sie auch im eisig kalten Wasser der Arktis schwimmen können und sich dabei rundum wohlfühlen.

Ganz anders sieht es für die Eisbären aus, die ihr Leben in einem Zoo verbringen müssen. Besonders im Sommer sind die Tiere dabei oft Temperaturen ausgesetzt, für die ihr Körper in keiner Weise ausgestattet ist.

Im Zoo der Stadt Budapest in Ungarn überschreiten die Sommertemperaturen gerade 40 Grad Celsius - absolut unerträglich für die dort lebenden Eisbären. Jetzt mussten die Tierpfleger sogar extra große Eisblöcke heranschaffen lassen, an denen die gequälten Tiere ein wenig Kühlung finden können.

Der Fotograf Miguel Morenatti hat das Bild eines Bären geschossen, der sich fest an einen großen Block Eis schmiegt, um die gnadenlose Hitze ertragen zu können. Er nennt die Bedingungen "grausam" und den Zoo selbst eine "Hölle".

Die Bären scheinen allerdings durch das Eis Erleichterung zu spüren und spielen im Wasser gern mit den schwimmenden Eisbrocken, wie in diesem Video zu sehen (auf Ungarisch):

Die Verantwortlichen im Zoo scheinen zumindest zu tun, was sie können, um die Bären in der Sommerhitze abzukühlen.

Ob es überhaupt sinnvoll und vertretbar ist, Tiere fernab ihres Lebensraums in Gefangenschaft zu halten, ist natürlich eine ganz andere Frage.

Quelle:

Antena3

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