Junge geleitet blindes Reh jeden Tag über die Straße.

Eine Verbindung zwischen Mensch und Tier gilt seit jeher als etwas Besonderes. Die folgende Geschichte ist das beste Beispiel dafür: In Chicago im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois beobachtete ein Ehepaar, wie das 10-jährige Nachbarskind sich Tag für Tag mit einem Reh(!) an seiner Seite auf den Weg machte. Das Tier war blind und orientierungslos. Der Junge machte es sich zur Aufgabe, es jeden Tag zu einer guten Stelle zu führen, an der es genug zu fressen gab. Ohne den Jungen wäre das Tier sicher in kürzester Zeit von einem Auto überfahren worden. Durch sein Handicap war es vom Leben in der Wildnis überfordert. Ein großartiger Junge, der sich dieses hilflosen Tieres annahm!

Imgur

Doch egal, wie gut die Tat des Jungen gemeint war, den Nachbarn war bald klar, dass es so nicht weitergehen konnte, und so riefen sie beim Wildtierreservat an. Der Nachbar erläuterte seine Intervention in dieser Sache auf der Plattform Reddit mit folgenden Worten:

„Eine Wildtier-Rehabilitations-Gruppe kam vor einigen Stunden und nahm das Reh in einem Pferdeanhänger mit. Das sind die einzigen Leute, die ein wildes Tier legal in Illinois transportieren dürfen. Die ganze Nachbarschaft kam, um sich zu verabschieden, auch der Junge und seine Mutter. Ich werde versuchen, mitzuverfolgen, wie es dem Reh weiterhin geht. Für die unter euch, die sich um die Gefühle des Jungen sorgen: Sein Verhalten war sehr reif. Er war nur einige Tage mit dem Reh unterwegs, hat ihm keinen Namen gegeben oder versucht, es zu streicheln oder zu seinem Haustier zu machen. Er hat es auch nicht mit ins Haus genommen oder ihm Extra-Futter gegeben, was gegen das Gesetz in unserem Land wäre. Er wollte nur, dass es dem Reh gut geht, und war froh zu sehen, dass es jetzt sicher untergebracht ist. Der kleine Junge war bei Weitem das schönste Beispiel dafür, wie man hilft und fürsorglich ist. Er zeigte viel Liebe und Respekt. Meine Frau und ich wollen mit seiner Mutter sprechen, wie man diesen Akt der Güte belohnen kann. Wir wollen ihm das Foto schenken, das wir gemacht haben, und ihn immer ins Reservat mitnehmen, wenn er möchte.“

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Das Reh lebt nun also mit Artgenossen in einem Reservat. Hier hat es eine Umgebung, die so natürlich ist, wie es nur geht. Gleichzeitig wird darauf Acht gegeben, dass es nicht verhungert. In jedem Fall ist alles gut gegangen. Wer weiß, wie es dem Tier ergangen wäre, wenn der Junge sich nicht um es gekümmert hätte. Dann hätte niemand Notiz von dem Tier genommen. So wurde es vor jeglichen Unfallgefahren und Jägern gerettet.

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