Die Frau lässt ihr Baby einfach mit dem Kampfhund allein.

Die meisten Menschen denken beim Wort „Pitbull“ instinktiv an blutrünstige Kampfhunde. Nie im Leben würden sie ein kleines Kind ohne Aufsicht einer solchen „Killermaschine“ vorsetzen. Doch diese Mutter tut genau das. Sie legt ihr Baby Siegmund in die „Hände“ so eines Hundes.

Youtube/SERGE CLEMENT

Doch in Wahrheit ist diese „gefährliche Bestie“ sanft wie ein Lamm. Das Einzige, was der zweijährige Pittbullterrier namens Akamara mit dem kleinen Siegmund vorhat, ist, ihn richtig doll zu knuddeln. 

Die Besitzerin des Hundes und Mutter von Siegmund schreibt daher dieses Plädoyer gegen die Vorbehalte diesen „Kampf“hunden gegenüber:

„Am Geburtstag von Siegmund, dem 27. November 2014, traf Akamara ihn zum ersten Mal. Alle sagten, ich solle die beiden nie zusammen allein lassen. Es sei gefährlich für das Baby. Es könnte dabei sterben, immerhin war Akamara einmal ein Kampfhund gewesen. Das machte mich sehr traurig. Denn das geschah wirklich: Akamara näherte sich dem kleinen Siegmund und wollte einfach nur mit ihm kuscheln.

 

Ein von Dankroftk9 (@dankroftk9) gepostetes Foto am

Nicht viele Menschen wissen es, aber Pitbulls sind die geborenen Familienhunde. Sie haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, besonders gegenüber Kindern. Daher sind sie eigentlich noch nicht einmal als Wachhunde zu gebrauchen. Sie sind einfach zu lieb.

Kampfhunde gibt es, seit es Menschen gibt. Viele Menschen sehen Hundekämpfe noch immer als Sport an! Und gerade Pitbulls stehen sinnbildlich für diese Art von Hunden. Das liegt an ihren starken Kiefern. Doch macht sie das noch lange nicht zu Killern.

Man kann jede Art von Hund dazu bringen, aggressiv zu sein. Es stimmt, dass es dann oftmals zu spät ist, noch etwas zu ändern, denn das Trauma bleibt, auch wenn sich erfahrene Menschen um sie kümmern. Aber das hat nichts mit Pitbulls zu tun. Menschen, die ihre Hunde kämpfen lassen, würden auch Chihuahuas als Kampfhunde abrichten. Akamara ist ein Bespiel dafür, wie Hunde sich ändern können. 

Als ich ihn aufgegabelt habe, hatte er am ganzen Körper Wunden und war extrem unterernährt. Hinzu kamen eine sehr schmerzhafte Ohrenentzündung sowie das Trauma aus den Kämpfen. Doch mit viel Geduld und Liebe konnte er das hinter sich lassen. Er ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man zwischen den Besitzern und den Tieren unterscheiden muss! Denn so sieht kein Killer aus.“

Flickr/maplegirlie

Mit diesen Bildern wird deutlich, wie sanftmütig sogenannte „Killerhunde“ oftmals in Wirklichkeit sind. Akamara hatte Glück und konnte wieder sein eigentliches Wesen zurückerlangen. Mit so einem Hund würde wohl jeder sein Baby allein lassen. Zeit, dass die Tierquälerei generell aufhört und wirklich alle Menschen verstehen, dass Hunde an sich selten aggressiv sind. Nicht der Hund, sondern der Besitzer hat einen kritischen Blick verdient.

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